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Oct 07

Hanoi

Auf jeden Fall eine Erfahrung


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Hanoi war auf jeden Fall mal wieder ein richtiger Kulturschock. Die Stadt ist laut, schmutzig und anstrengend aber trotzdem interessant. Ein besonderes Highlight ist der Verkehr, der in erster Linie durch Mut und Reaktionsvermoegen geregelt wird. Ampeln und Verkehrsschilder dienen eher als grobe Richtlinien. An oeffentlichen Verkehrsmitteln stehen in erster Linie Cyclos (Fahrradrikschas), Motorrad-Taxis und normale Taxis zur verfuegung. Sich selbst mit einem Fahrzeug in den Verkehr zu begeben grenzt schon nahe an Selbstmord. Daher war ich viel zu Fuss oder sonst auf dem Ruecksitz eines Mopes unterwegs, was zwar etwas halsbrecherisch ist aber man gewoeht sich an vieles und spaetestens beim zweiten Mal macht es dann doch auch irgendwie spass....

An Sehenswuerdigkeiten gibt es vor allem viel zu Ho Chi Minh zu sehen, wobei einige Einrichtungen wie das Mausoleum derzeit geschlossen sind. Der Leichnam wird jedes Jahr ueberarbeitet, damit er fuer die Massen an Besuchern auch gut aussieht... Bei einer meiner Erkundungen wurde ich dann auch noch vom vietnamesischen Fernsehen als Statist angeheuert. Meine Aufgabe bestand im wesentlichen darin erfuehrchtig an einer Leninstatue vorbeizumarschieren. Ansonsten beschraenkte sich mein Eindruck der Stadt vor allem auf das Old Quarter, in dem sich die meisten Backpacker aufhalten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in Vietnam ist das Handeln. Egal ob man ein Hotelzimmer oder nur eine Flasche Wasser will, man muss um fast alles feilschen weil bei Touristen meistens pauschal erstmal ein paar tausend Dong (22.000 Dong sind etwa 1 Euro) aufgeschlagen werden. Normalerweise kriegt man den Preis aber nach etwas hin und her und der Androhung weiter zu gehen doch mehr oder weniger deutlich runter.

Nach einigem ueberlegen lies ich die Ha Long Bucht ausfallen, da mir nicht nach einer grossen Touri-Veranstaltung war. Stattdessen zog es mich nach drei Tagen weiter nach Hue. Die Zugfahrt dorthin dauert etwa 13 Stunden (ueber Nacht) und laesst sich mit ein paar Bier ganz gut ertragen.

Posted by Iridius 27.10.2007 00:29 Archived in Backpacking | Vietnam Comments (0)

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Vientiane

Hier hat es mir gar nicht gefallen


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Aus welchem Grund auch immer, aber in Vientiane habe ich mich einfach nicht wohl gefuehlt. Vielleicht lag es auch daran, dass ich etwas am kraenkeln war und eigentlich ein schoenes Zimmer und einen schoenen Ort fuer ein paar Tage Ruhe haben wollte. Vientiane hat leider keins von beidem zu bieten. In der relativ schmuddeligen und heruntergekommen Stadt gibt es scheinbar kein anstaendiges Zimmer zu einem vernuenftigen Preis.

Auf der Strasse wird man ausserdem staendig von TukTuk-Fahrern genervt (was bisher in fast allen Orten so war) allerdings haben diese wirkliche Traumpreise und versuchen auch noch diese mit Hilfe einer "offiziellen Preisliste der TukTuk-Fahrergewerkschaft in Vientiane" durchzusetzen. Wenn man die Liste einfach ignoriert kommt man meisten guenstiger davon, allerdings erfodert dies doch immer etwas Zeit, Kraft und vielleicht auch etwas Spass am verhandeln, den ich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht hatte... Ausserdem versuche viele gar nicht mehr einem eine Fahrt zu verkaufen sondern gehen gleich zu Drogen und Nutten, haeufig auch einfach verkuerzt als "something" ueber.

Wenn man dann an der Mekong-Promenade entlang laeuft wird man an jedem der kleinen Restaurants mit einer Speisekarte bedraengt und kaum mehr vorbeigelassen.

Zu den Sehenswuerdigkeiten zaehlt unter anderem eine Kopie des Arc de Triomph in Paris, die sich bei naeherer Betrachtung jedoch als potthaesslicher Betonklotz herausstellt. Auch der Ausblick von der Spitze haut einen nicht wirklich um.
Der groesste Tempel der Stadt ist zwar ganz nett, der Eintritt betraegt aber 5 Dollar und da wir gerade zum Ende der Mittagspause dort ankamen stuermte gerade eine riesige Touristenhorde hinein, weshalb wir beschlossen uns diese Draengelei zu ersparen.

Insgesamt war Vientiane also sicher kein Highlight meiner Reise, weshalb ich mir kurz entschlossen einen Flug nach Hanoi buchte...

Posted by Iridius 19.10.2007 05:44 Archived in Backpacking | Laos Comments (0)

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Vang Vieng

Das Mallorca von Laos

sunny
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Tja was soll man zu dieser Stadt sagen. Groesstenteils besteht sie aus Guesthouses und Bars, die mit billigem Alkohol und Essensaktionen werben. Daneben gibt es einige die den ganzen Tag ueber Friends, Family Guy oder Simpons auf englisch zeigen. Die groesste Attraktion des Ortes nennt sich Tubing. Dabei laesst man sich mit einem LKW Reifenschlauch ausgestattet ein paar Kilometer oberhalb der Stadt absetzen und treibt dann auf dem Fluss gemuetlich zurueck. Unterwegs liegen am Ufer diverse Bars die mit Essen, Alkohol und Swingjumps locken. Ein Swingjump besteht im wesentlichen aus einer Plattform in Ufernaehe (die Hoehe steigt mit der Anzahl der besuchten Bars und damit dem Alkoholpegel) und einem Seil mit dem man sich ueber den Fluss schwingt und dann fallen laesst. Das ganze ist zwar eine reine Touristensache, aber trotzdem ein riesen Spass.

Ansonsten soll auch die Umgebung einiges zu bieten haben, aber wie schon gesagt, Laos war diesmal nur ein Durchreiseziel und wird beim naechsten Mal sicher mehr Zeit zugedacht bekommen...

Posted by Iridius 19.10.2007 05:38 Archived in Backpacking | Laos Comments (0)

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Luang Prabang

Aehnlich und doch ganz anders als Thailand


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Am Morgen nachdem wir Laos betreten hatten, starteten wir eine zweitaegige Bootsfahrt Richtung Luang Prabang. Dabei wurde das Boot wie im Reisefuehrer bereits warnend angekuendigt mit etwa 100 statt der eigentlich passenden 60 Leute beladen. Allerdings fanden sich irgendwie alle damit zurecht und am Ende war es dann doch ganz lustig. Vor allem hatte man durch die geringe Bewegungsfreiheit die Moeglichkeit viele Leute kennenzulernen. Unter anderem stiess ich dabei auf Nico aus Mainz, der wie ich der Meinung war, dass bei einer Bootsfahrt Bier unbedingt dazugehoert. Somit hatten wir schnell eine gewisse Seelenverwandtschaft entdeckt die uns auch die naechsten Tage zusammenhalten sollte.

Nach etwa 6 Stunden auf dem Mekhong erreichten wir Padbeng, einen Ort der im Wesentlichen wohl davon lebt, dass die Boote zwischen Huay Xai und Luang Prabang hier eine Nacht Zwischenstop einlegen. Dementsprechend besteht der Ort aus Guesthouses und Restaurants. Nicht besonders schoen, aber nach einem Tag auf einem ueberfuellten Boot durchaus nett. Am naechsten Morgen wurden wir dann unserem Ruf als Deutsche gerecht und waren erneut die ersten auf dem Boot und sicherten uns damit relativ gute Plaetze.

Luang Prabang selbst praesentierte sich am naechsten Tag nach weiteren sechs Stunden fahrt als ein wunderschoener kleiner Ort, der zu grossen Teilen auf einer Halbinsel zwischen dem Mekhong und einem Seitenfluss liegt. Nachdem wir eine passende Unterkunft gefunden hatten entschlossen wir uns die Lao Lao Bar aufzusuchen, fuer die ein fleissiger Laote uns in der einen Stunde die wir jetzt da waren sicher schon 3 Flyer in die Hand gedrueckt hatte. Da wir dort ein tolles laotisches Barbecue-Fondue entdeckten, verbrachten wir dort auch den zweiten Abend.

Die Stadt selbst erkundeten wir an einem Tag und unternahmen auch noch einen Ausflug zu einem Wasserfall. Da Laos erst spaet in meinen Reiseplan kam und meine Vietnam Visum nur begrenzt gueltig ist, war leider dieses Mal nicht mehr Zeit uebrig, aber die Stadt laeuft sicher nicht davon.

Da Nicos Weg ebenfalls Richtung Vientiane fuehrte, beschlossen wir noch eine Weile gemeinsam weiterzuziehen.

Posted by Iridius 17.10.2007 23:54 Archived in Backpacking | Laos Comments (0)

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Akha Hill House

Weg von der Zivilisation

overcast -17 °C
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Nachdem es mir in Chiang Rai sehr gut gefallen hatte, ging es am Freitag ins Akha Hill House. Die Akha sind einer der Staemme die in Thailand leben und das Hill House ist ein von ihnen betriebenes Guesthouse weit oben in den Bergen. Die Einnahmen kommen zum Teil einem Education Project zugute mit dem die Akha ihren Kindern eine Ausbildung und damit bessere Chancen fuer die Zukunft ermoeglichen wollen.

Am Abend bevor wir zu den Akha fuhren begann es dann auch zu regnen wie man es in der Regenzeit erwartet und hoerte auch fuer ein paar Tage nicht mehr wirklich auf. Das Akha Hill Dorf selbst war am Anfang eher eine kleine Entaeuschung fuer mich. Das die Bungalows absolut Basic waren (eine Bambushuette mit grobem Holzboden, Strohdach und offenem Dachgiebel, so dass man auch etwas vom Wind hat ;-)), war dabei nur der geringste Faktor. Was mich am meisten stoerte war die Tatsache, dass sich keiner fuer uns verantwortlich zu fuehlen schien. Wir wurden kurz begruesst, in unsere Bungalows gefuehrt und damit schien die Sache erledigt zu sein. Von der Essenskarte war kaum etwas verfuegbar und auch sonst wurden wir mehr oder weniger ignoriert. Da der Regen nicht aufhoeren wollte nutzte ich den ersten Tag um auf einer Verande herumzulungern und zu lesen. Am zweiten Tag versuchte ich mich dann mit Birgitt, einer deutschen die ich in Chiang Rai kennengelernt hatte, an einem kleinen Marsch zu einem nahen Aussichtspunkt. Da wir uns dabei gnadenlos verliefen, endete das ganze in einer dreistuendigen Tour durch den Dschungel. Unterwegs verwandelte ein erneuter Regenguss den Weg in einen kleinen Bach und selbst unter dem dichten Blaetterdach gab es kein entkommen vor dem Wasser. Am Ende kamen wir klitschnass und schlammbedeckt( durch kleine Ausrutscher auf dem aufgeweichten Weg) aber trotzdem gut gelaunt wieder im Dorf an, wo wir uns in der Bamboo Bar erstmal ein bisschen erholten. Dort wurde es dann auch das erste Mal ein bisschen gemuetlicher, da auch einige Dorfbewohner die Bar quasi als Wohnzimmer nutzten. Dank Birgitts Aufmerksamkeit konnten wir am Nachmittag auch noch an einem (christlichen!) Gottesdienst teilnehmen.

Am letzten Tag wollten wir dann eigentlich moeglichst frueh los um an die laotische Grenze zu kommen. Allerdings wurden unsere Plaene von einem Fernsehteam durchkreuzt, das eine Reportage ueber das Dorf und das Projekt plante. Davon hatte uns vorher natuerlich niemand etwas gesagt... Kurzerhand wurden wir dann als Statisten fuer die Rolle der Touristen angeheuert und bekamen dafuer gratis Fruehstueck und Jungle-Food, also Essen das nur mit Feuer und in Bambusrohren zubereitet wird. Normalerweise muss man dafuer einen recht teuren Treck buchen.


Insgesamt endete unsere Zeit dort also sehr versoehnlich und am Abend schafften wir es trotz allem noch, etwa zwei Minuten vor Schliessung, die Grenze nach Laos zu ueberqueren.

Posted by Iridius 04.10.2007 23:46 Archived in Backpacking | Thailand Comments (0)

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