Hoi An ist eine wunderbare Stadt. Ein schoenes Fischerdorf mit kleinen, wenig befahrenen Strassen und Gassen. Der Strand ist ein paar Kilometer weg, aber im Ort gibt es einen kleinen Fluss an dessen Ufer es viele Restaurants gibt die wunderbares Seafood anbieten. Und man wird nicht ganz so haeufig von Verkaeufern belaestigt wie anderswo in Vietnam. Das Einzige was es hier wirklich wie Sand am Meer gibt sind Schneider. Aber auch die sind nicht so aufdringlich wie zum Beispiel in der Khao San Road in Bangkok.
Lediglich der Regen truebte den Aufenthalt ein wenig, aber damit lies sich leben da es einige Buchgeschaefte gab. Die meiste Zeit verbrachte ich also damit in irgendeinem Cafe zu sitzen und zu lesen. Ein bisschen in der Stadt spazierengehen oder ueber den Markt schlendern war natuerlich auch dabei, aber immer im passenden Mass um nicht zu viel Stress aufkommen zu lassen.
Nachdem ich am dritten Tag den Strand angeschaut hatte, was leider durch Wind und Regen unterbrochen wurde, beschloss ich weiter nach Sueden zu fahren um endlich die zum Strand passende Sonne wieder zu finden.
Mein Weg fuehrte mich also per Zug nach Nha Trang, einem typischen Kuestenort mit viel Tourismus aber einem relativ schoenen Stadtstrand und auch ein paar Sehenswuerdigkeiten.
Neben mir war auch diesmal wieder kaum ein westlicher Reisender im Zug, lediglich eine Australierin mit ihrem Sohn hatte sich in mein Abteil "verirrt". Nach einer Weile wurde ich dann von einer vietnamesichen Reisegruppe, die um mich herum sass, entdeckt und zum trinken und essen eingeladen. Da kaum jemand ein Wort englisch verstand war die Kommunikation zwar etwas karg, aber dafuer konnte ich einige original vietnamesische Nahrungsmittel (was genau moechte ich eigentlich gar nicht wissen, es waren Fruechte und Fleischspiesse dabei) und einen grellgruenen Schnaps probieren.
Das kennenlernen einiger "richtiger" Vietnamesen war auf jeden Fall sehr interessant und verbesserte mein Bild des Landes deutlich. (Nicht richtige Vietnamesen sind alle die, mit denen man normalerweise als Tourist zu tun hat und die einem meistens irgendwas verkaufen wollen. Dabei handelt es sich eigentlich immer um Touren, gefaelschte Klamotten, kopierte Buecher, billigen Schmuck, Drogen usw. Das ist auf dauer leider ziemlich nervig und manchmal wird man fast ein wenig aggressiv und bildet sich eine recht schlechte Meinung ueber die Leute, obwohl man ja nur mit einem kleinen Teil ueberhaupt Kontakt hat.)